Messe - Cebit will der Krise trotzen

  • Von Rosali Kurtzbach


    Die IT-Branche trifft sich ab dem 3. März in Hannover in kleinerem Kreis. Schwerpunkte: „Webciety” und „Green-IT”.
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    Die weltweite Wirtschaftskrise zieht auch an der Computermesse Cebit nicht spurlos vorbei. Wenn sie am 3. März öffnet, werden mit 4300 Unternehmen 1545 weniger vertreten sein als 2008. Ernst Raue, Vorstand der veranstaltenden Deutschen Messe AG, hat eine einfache Erklärung: „Unternehmen, die vom Markt verschwunden sind, können nicht ausstellen.” Und auch Firmen, die ihre Marketingbudgets herunterfahren müssen, werden nicht nach Hannover kommen - angesichts von mindestens rund 10 000 € Standkosten. Doch damit alleine lässt sich der Ausstellerschwund nicht erklären.


    Zulieferbetriebe aus Asien bleiben fern
    Noch stärker als im vergangenen Jahr präsentiert sich die Cebit als IT-Fachmesse. Zwar sind auch fürs breite Publikum interessante Neuheiten aus der Informations- und Unterhaltungstechnologie zu sehen wie Netbooks, Smartphones, Navigationssyteme oder Flachbildschirme. Aber längst hat in diesem Bereich die Internationale Funkausstellung in Berlin der Cebit den Rang abgelaufen. Und so konzentriert sich die Messe in Hannover verstärkt auf die Geschäftswelt.


    Dass von den kleineren Hardware-Zulieferbetrieben vor allem die aus China, Taiwan und Hongkong fernbleiben, stört die Veranstalter weniger. Schmerzlicher dürfte es sein, dass Samsung, der weltweit größte Produzent von Speicherchips und Handy-Hersteller, oder Mobilfunker wie O2 fehlen. Zwar sind Firmen wie Dell, Nokia Siemens oder der Software-Anbieter Intershop wieder und auch Branchengrößen wie Intel, Microsoft oder IBM erneut mit dabei.


    Dass die Unternehmen aber erneut Aufträge im Gesamtvolumen von 14 Mrd € abschließen, ist eine vage Hoffnung des Branchenverbandes Bitkom. „Wir gehen davon aus, dass sich die Auftragslage auf dem Vorjahresniveau bewegt”, sagt Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Bleibt abzuwarten, ob sie sich erfüllt.


    Thematisch stellt sich die Cebit dem Motto „Webciety”, eine Wortschöpfung aus den Begriffen „Web” und „Society”. Sie beschreibt das Phänomen, dass sich Wirtschaft und Gesellschaft durch das Internet und durch mobile Dienste verändern. Auch die „Green IT” ist erneut ein Thema. Diesmal geht es nicht nur um stromsparende Prozessoren oder Drucker, sondern darum, wie IT-Technologien energiesparend eingesetzt werden können. Beispielsweise soll eine Software vorgestellt werden, die die besten Routen für Speditionsflotten berechnen und so Leerfahrten vermeiden.


    [Quelle: DerWesten /NRZ ]



    Gruß
    data :97:

    "Ich würde mich ja mit Ihnen geistig duellieren
    aber ich sehe, Sie sind unbewaffnet"

    (Anonymus)


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